• Freitag, 17. November 2017

Optionen handeln

Optionen handelnBinäre Optionen als Einsteigermarkt, klassischer Optionshandel für Fortgeschrittene. So definieren Finanzexperten die beiden Formen der Handelsinstrumente meist sehr simpel. Doch was steckt hinter dem klassischen Optionshandel und ist dieser nur für Profis geeignet? Wo liegen Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Und was müssen Daytrader beim Optionshandel besonders beachten?

Attraktiv sind Binäre Optionen besonders aufgrund ihrer Einfachheit und der Möglichkeit, mit ausreichend Fachkenntnis schnell einen attraktiven Nebenverdienst aufbauen zu können. Entwickelt wurden diese ursprünglich nur als Einstiegshilfe für professionellen Optionshandel. Allerdings hat sich die Mehrheit der Trader mittlerweile voll auf das Trading mit Binären Optionen spezialisiert. Mit Optionen handeln ist allerdings mindestens genauso lukrativ und bedarf teils eines deutlich geringeren Einstiegskapitals.

Klassischer Optionshandel – das Grundprinzip

Mit dem Kauf einer Option hat der Trader die Möglichkeit, bis zum Ablauf der Laufzeit des Optionskontraktes zu entscheiden ob er den zugrundeliegenden Basiswert für einen vorab festgelegten Preis erwerben möchte. Erscheint das Geschäft nicht lukrativ, so kann er seine Option verfallen lassen. Wichtig ist besonders, dass die Option aus dem Optionsschein nicht erworben werden muss, sondern lediglich kann. Jeder Optionskontrakt verfügt durch berechnete Wahrscheinlichkeit für ein positives Ergebnis über einen bestimmten Wert. Die Erwartung hängt wiederum von Kursentwicklung und Restlaufzeit ab. Im Optionshandel geht es also weniger um den Basiswert und dessen Kursentwicklung sondern lediglich um den Optionskontrakt welcher sich im Wert nicht nur am Basiswert orientiert.

Zusammenhang zwischen beiden Optionstypen

Das System der Binary Options ist lediglich vom Handel mit Optionen abgeleitet. Grundlegender Unterschied ist das „Binäre“, also die Zahl er möglichen Ergebnisse. Klassische Optionen bieten mehr Eintrittsszenarien, die ganz unterschiedliche Auszahlungen ermöglichen. Trader können bei Binären Optionen lediglich auf Kursanstieg und Kursverfall setzen. Liegen sie auf der Grundlage eines gewissen Eintrittszeitraums richtig, dann erhalten sie ihren Einsatz plus einen Gewinn. Im negativen Fall gehen sie komplett leer aus. Profit ziehen Trader von Binären Optionen einzig aus der Kursentwicklung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes.

OTC- und Börsenhandel

Während Binäre Optionen kein offizielles Finanzinstrument an den internationalen Börsen darstellen und entsprechend nur „over-the-counter“ (OTC) gehandelt werden können, ist das Traden mit Optionen auch direkt an den Terminbörsen möglich. Bei Binären Optionen entsteht das Geschäft lediglich zwischen Broker und Trader. An der American Stock Exchange (AMEX) und anderen Börsen ist in begrenztem Rahmen auch das Traden mit Binären Optionen möglich.

Worauf können Optionen erworben werden?

In der Kritik stehen Trader und Finanzexperten aus aller Welt seit einiger Zeit besonders aufgrund der Kommerzialisierung von nahezu allem. Sehr große Bestrebungen gibt es, Märkte wie den Reis-Handel aus der Börse auszukoppeln. Der Preis für den in vielen Teilen der Welt lebenswichtigen Reis wird zunehmend durch den virtuellen Handel an der Börse gesteuert und nicht weiter durch Angebot und Nachfrage. Darin sehen Kritiker eine große Gefahr für Weltwirtschaft und besonders die globale Gesellschaft.

Optionen können ebenfalls auf nahezu alle Basiswerte erworben werden. Dies schließt Indizes wie den DAX und den Nasdaq ein. Devisen lassen sich ebenfalls mit Optionen handeln. Darüber hinaus werden Optionen auf Rohstoffe, Nahrungsmittel und zu Teilen auch das Wetter angeboten. Letzteres mag ungewöhnlich wirken, ist aber beispielsweise für Landwirte eine vielversprechende Möglichkeit der Absicherung. Landwirte machen nur Gewinn, wenn das Wetter eine ausreichende Ernte bedingt. Schließen sie mit ihrer Bank eine Option für den Fall, dass Felder wetterbedingt keinen genügenden Ertrag liefern, dann können sie den Verdienstausfall durch die Option bei der Bank einholen.

Vorteile des Optionshandels

Werden beispielsweise Optionsscheine von Aktien gekauft, so können die Optionsinhaber deutlich stärker von Kursveränderungen profitieren als würden sie die Aktien direkt kaufen. Da zum Erwerb einer Option weniger Kapital benötigt wird als für den Kauf eines Aktienpaketes nötig wäre um einen vergleichbaren Gewinn zu erzielen ist Optionen handeln bei gleichem finanziellen Erfolg mit weniger Kapital möglich. Ermöglicht wird dieses System durch den Hebeleffekt, welcher bei steigendem Basispreis für einen prozentual höher steigenden Wert der Option sorgt. Dieser Effekt findet natürlich auch in negativer Richtung Anwendung, sodass hier ein Risiko des Optionshandels deutlich wird.

Im Vergleich zu anderen Anlageformen haben Trader mit klassischen Optionen die praktisch nur Rechte. Früher mussten die offenen Positionen am Ende ihrer Laufzeit ausgeführt werden. Heute hat der Käufer lediglich das Recht, die Option zum festgelegten Preis zu traden. Darüber hinaus wird Tradern der Handel in beide Richtungen, also sowohl auf steigende, als auch auf fallende Kurse ermöglicht. Trader sind außerdem an keinen Emittenten gebunden. Bei anderen Anlagemöglichkeiten besteht immer die Chance, dass der Emittent in die Insolvenz geht und sich für den Käufer der Option dadurch ein Totalverlust abzeichnet. Bei Optionsscheinen können die Emittenten Kurse zuungunsten des Traders außerdem manipulieren. Dies wird in der Praxis auch vollzogen. Bei klassischen Optionen ist dies nicht möglich.

Welcher Handel ist lukrativer?

Ein Profi kann mit klassischen Optionen schnell hohe Gewinne einfahren. Wie aber in beinahe jedem Bereich des Finanzhandels spielen auch hier Erfahrung und Wissen des Traders eine entscheidende Rolle. Prinzipiell ist es im Trading mit Binären Optionen rascher möglich erste Erfolge am echten Markt zu erzielen. Auch dieser Handel ist natürlich kein Selbstläufer, sondern mit Aufwand und Information verbunden. Durch das grundlegend schnellere Handelssystem und der Einfachheit entscheiden sich viele Einsteiger eher für Binäre Optionen. Problematisch ist hier lediglich die mögliche Rendite, welche von den Brokern selbst gestellt werden darf. Setzt ein Trader einen gewissen Geldbetrag, dann hat er bei herkömmlichen Handelsmöglichkeiten maximal die Chance auf eine Auszahlung von 192 Prozent, also seinem Einsatz plus 92 Prozent Gewinn. Es müssen dadurch gleich zwei Positionen gewonnen werden, damit der Verlust eines Trades verschmerzt werden kann. Dieses Prinzip herrscht beim klassischen Optionshandel nicht vor weshalb die Gewinne dort prinzipiell höher ausfallen.

Optionshandel für Einsteiger

Mit Optionen handeln ist nicht einfach. Nimmt sich ein absoluter Neuling vor, schon bald einen Nebenverdienst durch Optionshandel generieren zu wollen, dann sollte er Blick zuerst auf Binäre Optionen fallen. Klassischer Optionshandel sind zwar zumeist lukrativer, aber auch komplizierter. Binäre Optionen gelten als perfekter Einstieg und beste Vorbereitung auf den professionellen Handel.

Die Grundzüge der Vorbereitung sind sehr ähnlich. Mithilfe von Literatur und Online-Kursen können sich Einsteiger anfangs gezielt auf den Handel mit Binären Optionen vorbereiten, bekommen durch Themen wie Chartanalyse aber schon wichtige Hilfen für den Handel mit klassischen Optionen. Der Weg zum Profitrader ist aber steinig. Trader sollten den Sprung von Binären zu klassischen Optionen nicht zu flink vollziehen, sondern das Daytrading von Binären Optionen zuerst fest in den Alltag integrieren.

Startkapital für den klassischen Optionshandel

Während für lukratives Traden im Bereich der Binären Optionen mindestens 300 Euro zur Verfügung stehen sollten, raten Experten das Kapital für klassischen Optionshandel vom Broker abhängig zu machen. Ist das Angebot eines Brokers sehr umfangreich und beinhaltet unter anderem Weiterbildungsmöglichkeiten und einen hervorragenden Support, dann werden leicht 15 Euro pro Öffnen und Schließen einer Position fällig. Insgesamt belaufen sich die Gebühren dann also auf 30 Euro. Entsprechend hoch muss auch der Einsatz sein, um ernsthafte Gewinne erzielen zu können. Darüber hinaus gilt außerdem die Regel, maximal 5 Prozent seines gesamten Kapitals auf eine Position zu setzen. Mehr und mehr zeichnet sich ab, dass lukratives Investieren meistens erst ab vierstelligen Bereichen möglich ist.

Ausländische Broker sind dort zum Teil deutlich zuvorkommender. Dort wird allerdings auf einen aufwendigen und entsprechend kostenintensiven Support verzichtet. Je nach Anbieter können Trader von Gebühren um etwa einen Euro pro Öffnen und Schließen einer Position profitieren. Hier ist der Einstieg also auch schon mit weniger Geld möglich. 500 Euro sollten für den Anfang reichen, um langfristig von ersten Gewinnen profitieren zu können.

Selbstversuch dank Demokonten

Wer sich unsicher ist, welche Art von Handel ihm besser liegt, der sollte den Optionshandel anfangs mit Demokonten üben. Das Erstellen eines Testaccounts für den Handel mit Binären Optionen ist im Normalfall kostenlos und innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. Schon steht eine bestimmte Summe Spielgeld zur Verfügung welches am Markt mit realen Kursen eingesetzt werden kann. Demokonten sind für gewöhnlich nur über einen bestimmten Zeitraum nutzbar. Das Prinzip der kostenlosen Accounts ist bei Anbietern für klassisches Optionen Handeln sehr ähnlich. Einsteiger und Interessierte können sich komplett frei umsehen und individuell entscheiden, welche Handelsmethode ihnen am ehesten liegt. Anschließend bietet sich eine Anmeldung beim Broker eigener Wahl an. Auf dem Weg zum Profi müssen Trader immer ihr Ziel vor Augen haben und sich regelmäßig mit aussagekräftiger Fachliteratur und Angeboten wie Online-Kursen weiterbilden. Nur so ist es möglich, langfristig profitabel zu traden.

Grundlegender Unterschied zwischen Binären Optionen und der klassischen Variante ist die Einfachheit. Wer zum Profi werden möchte, dem ist der Start über Binäre Optionen zu empfehlen. Gestaltet sich der Handel dort lukrativ und vielversprechend, dann können auf dem Bereich der klassischen Optionen erste Erfahrungen gesammelt werden. Diese zeichnen sich besonders durch das generell lukrativere Handelssystem aus. Trader können klassische Optionen außerdem direkt an der Börse handeln und sind nicht von den Rendite-Angeboten ihrer Broker abhängig. Klassischer Optionshandel ist anfangs zwar eine Herausforderung, lohnt sich langfristig aber vor allem finanziell. Auf der Suche nach vielversprechenden Anlagemöglichkeiten müssen klassische Optionen immer im Blick behalten werden.

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